Elektromotor 52)
Elektromotoren-Glossar-Blog Isolation
Isolation beim Elektromotor:
Schutz vor Kurzschluss & Ausfall
Wie ist die Isolation im Elektromotor aufgebaut? Von
Lackdraht über Nutisolation bis zur Schutzart IP55. Alle
Infos im Glossar.

Ohne eine funktionierende Isolation geht im Elektromotor gar
nichts: Sie schützt den Motor vor Windungsschlüssen,
Feuchtigkeit und thermischem Ausfall. Wir erklären den
schrittweisen Aufbau von der Kupferdrahtlackierung bis zum
Gehäuseschutz.
Elektromotoren-Glossar:
Die Isolation beim Elektromotor
genauer beim Drehstrommotor
Elektromotoren Glossar Blog, Iso B/F/H/ bis S 240 Gr Cels Im Elektromotor muss das gesamte elektrische System verlässlich gegeneinander
und nach außen isoliert sein. Einzige funktionale Ausnahme ist der
Klemmenkasten: Unten sind die Messing-Anschlussbolzen auf einem
Kunststoff-Klemmbrett isoliert, während nach oben hin bei geschlossenem
Gehäusedeckel die verbleibende Luftschicht als Isolator dient. Ansonsten ist die
Isolation für den E-Motor absolut lebenswichtig und entscheidet über dessen
Lebensdauer.
Der Schutz beginnt direkt an den stromführenden Kupferdrähten. Ein spezieller
Isolationslack aus Polyester oder Polyurethan schützt den Kupferleiter nach
außen hin. Dieser hauchdünne Schutzlack verhindert den direkten elektrischen
Kontakt zwischen benachbarten Drähten und schützt vor Kurzschlüssen sowie vor
äußeren Einflüssen wie Staub und Schmutz.
Nutisolation und Deckschieber im Blechpaket
Der nächste wichtige Baustein der Isolierung befindet sich in den Nuten des
Statorblechpakets. Hier wird das Bündel aus Kupferdrähten – der spätere
Wicklungsstrang – mithilfe von getränkten Isolationspapieren rundum vollständig
gegen das eisenhaltige Blechpaket isoliert.
Auf den Nutgrund wird dazu ein passgenaues Isolationsprofil eingelegt. Nach dem
Einziehen der Drahtbündel verschließt der Fachmann die Nut nach oben hin mit
sogenannten Deckschiebern aus festem Isoliermaterial. Diese Streifen halten die
Drähte mechanisch sicher in der Nut und isolieren sie zusätzlich zu den Seiten
hin. Damit ist das Kupferbündel rundum doppelt gegen das Blechpaket geschützt.
Phasenisolation, Harztränkung und Gehäuseschutz
An besonders kritischen Kontaktstellen der Wicklungsköpfe wird zusätzlich eine
Phasenisolation eingelegt. Sie verhindert effektiv, dass hohe
Spannungsspitzen zwischen den einzelnen Phasen durchschlagen und einen
verheerenden Windungsschluss oder Phasenschluss verursachen.
Nach dem Einbringen aller Wicklungen und Isolationen wird das gesamte
Statorpaket in flüssiges Harz (häufig im Vakuumtränkverfahren) getaucht. Dieses
Harz dringt in alle verbliebenen Hohlräume ein und wird anschließend über Nacht
im Trockenofen vollständig ausgehärtet. Dadurch werden die Drähte mechanisch
fixiert und thermisch sowie elektrisch optimal isoliert.
Schutzart und Außenisolation (IP55)
Der fertige Stator wird schließlich in ein robustes Gehäuse eingebaut – bei
kleineren Elektromotoren meist aus Aluminiumdruckguss, bei größeren Maschinen
aus massivem Grauguss. Das Gehäuse bietet die äußere Schutzhülle gegen
Berührung, Fremdkörper und Strahlwasser.
Zusammen mit dem Klemmenkasten, dem Kunststoff-Klemmbrett, einer passenden
Deckeldichtung sowie den Kabelverschraubungen zur Zugentlastung entspricht
dieser Aufbau standardmäßig der Schutzart IP55 (International Protection). Dies
garantiert einen zuverlässigen Betrieb auch unter rauen Umgebungsbedingungen.
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Im Elektromotor muss unabdingbar alles isoliert sein, gut im Klemmenkasten unten sind die Anschlussbolzen unten isoliert (Klemmbrett) oben isoliert die Luft (mit Deckel drüber), eine Ausnahme. Ansonsten gilt es, Isolation lebenswichtig für den E-Motor. Das beginnt bei der Isolation um die stromführenden Kupferdrähte. Ein Schutzlack, Isolationslack aus Polyester, schützt von außen das Kupfer und den Strom darinnen gegenüber anderen Strömen, Berührung und sonstigen Einflüssen wie Schmutz zum Beispiel. Über dem Lack darüber gibt es hier noch Infos… und bei Wicklungen hier…
Die nächste Isolation ist in den Nuten im Blechpaket, hier wird mit getränkten Isolationspapieren der Wicklungsstrang, das Bündel Kupferdrähte gegen das Blech isoliert, rundum. Zum Schluss kommen oben drüber nochmal Isolationsstreifen (der Fachmann sagt Deckschieber). Diese halten die Drahtbündel in den Nuten und isolieren mehr zu den Seiten wie eigentlich oben, da ist nur ein Luftspalt. Aber drunter unter dem Kupferbündel (der Fachmann sagt Nutgrund) ist eine Isolation. Also 2 Profile aus Isolationspapier isolieren rundum das Kupferbündel gegen das Blech des Blechpaketes.
Haben wir noch die Phasenisolation (siehe auch Betreff Windungsschluss) die kommt an die kritischen Stellen zusätzlich, damit hier nicht so schnell die Spannung durchschlagen kann (Windungsschluss erklärt, hier geht es hin…). Das Ganze wird nochmal zusätzlich mit einem flüssigen Harz isoliert, indem es darin (im Vakuum) eingetaucht wird und später im Trockenofen über Nacht ausgehärtet wird. Alles zusammen kommt in ein Gehäuse aus Aluminium (bei den kleinen E-Motoren) oder Grauguss (bei den großen E-Motoren).
Das Gehäuse bietet Schutz (Isolation)gegen Berühren, Schmutzwasser etc. Die Isolation im Klemmenkasten hatten wir eingangs schon, ein Kunststoff-Klemmbrett mit Messing-Anschlussbolzen. Das Ganze mit einem Deckel gegen Berührung (Strom!), Schmutz, Wasser etc. isoliert. Der Kabeleingang ebenfalls mit Verschraubungen (sind Dichtung und Zugentlastung). IP 55 ist die Fachbezeichnung für die gesamte „Außenisolation“, englisch International Protection.
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