Elektromotor 68)
Elektromotoren-Glossar-Blog Servicefaktor SF1, SF1,15, SF1,25.
Servicefaktor bei Elektromotoren:
Definition als SF 1 1,15 & 1,25
Elektromotoren Glossar mit RedundanzWas bedeutet der Servicefaktor (SF) bei Elektromotoren?
Wie Wicklungsklassen und Überlastreserven
Maschinenausfälle verhindern.
Alles im AQ Pluss Motoren Glossar blog !!

Warum brennen manche Elektromotoren bei Überlastung
schnell und ev. sofort durch, während andere klaglos
weiterlaufen (buw abgweschaltet werden) ?
Der Servicefaktor (SF) liefert die Antwort!
Erfahren Sie im Glossar, wie thermische
Reserven (z.B. wie Auslastung F
nach B) Ihre Anlagen vor
ungeplanten teuren
Stillständen im
24 Std. Betrieb schützen.
DER SERVICEFAKTOR (SF) BEI ELEKTROMOTOREN:
OVERLOAD-RESERVEN (Redundanz) VERSTEHEN
Sevicefaktor; hier ist das Anfrageformular B3 E Motor dazuWAS BEDEUTET DER SERVICEFAKTOR BEI EINEM ELEKTROMOTOR?
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Der Begriff **Servicefaktor** (abgekürzt **SF**) ist vor allem bei Getrieben be-
kannt, spielt aber auch bei Elektromotoren eine entscheidende Rolle für die
Zuteilung der Überlastfähigkeit.
Ein **Servicefaktor von 1,0 (SF 1.0)** bedeutet eine Nenn-Auslastung von punkt-
genau 100 %. Betreibt man einen solchen Motor bei Nennwerten (z. B. 400 V, 3 kW)
in einer Umgebungstemperatur von 40 °C, erreicht die Innentemperatur exakt das
Limit der jeweiligen Isolationsklasse.
> **Das Problem bei SF 1.0:** Es gibt keinerlei Toleranz. Steigt die Umgebungs-
> temperatur nur leicht an oder tritt eine kurze Überlast auf, droht der E-Motor
> rasch durchzubrennen.
THERMISCHE RESERVEN: "AUSLASTUNG F NACH B"
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Um Maschinenausfälle bei kleinen Ausnahmezuständen zu verhindern, setzen Her-
steller auf Sicherheitsreserven. In diesem Zusammenhang fällt häufig der Begriff
**"Auslastung F nach B"**:
* **Isolationsklasse F:** Die Wicklung ist für Temperaturen bis max. 155 °C
ausgelegt.
* **Erwärmungsklasse B:** Bei Nennlast erwärmt sich der Motor jedoch nur nach
Klasse B (max. 130 °C).
Die Differenz von 25 °C dient als thermische Redundanz. Diese Toleranz ent-
spricht in der Praxis etwa einem **Servicefaktor von 1,10 bis 1,15**.
WOZU WIRD DIE NENNRESERVE GENUTZT?
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Der Temperaturpuffer von 25 °C wird in der Industrie für drei wesentliche
Einsatzszenarien genutzt:
1. **Abfedern von Überlasten:** Kurzzeitige mechanische Spitzenlasten führen
nicht sofort zum Motorschaden.
2. **Höhere Umgebungstemperaturen:** Beispielsweise beim Schiffseinsatz oder in
heißen Hallen, wo Normtemperaturen von 40 °C überschritten werden (z. B. 50 °C).
3. **Frequenzumrichter-Betrieb (FU):** Durch Oberschwingungen der Pulsweiten-
modulation entsteht im Motorinneren zusätzliche Wärme. Ein erhöhter SF
fängt diese Zusatzbelastung problemlos ab.
HIGH-PERFORMANCE RESERVEN: SERVICEFAKTOR 1,25
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Noch höhere Anforderungen bedienen Motoren mit **SF 1,25**. Hier kommen modernste
Isolationsmaterialien der **Klasse H** (ausgelegt für 180 °C oder teils sogar
200 °C) zum Einsatz, während die Auslastung im Betrieb weiterhin streng nach
Klasse B oder F gefahren wird.
Die drei Leistungsklassen im Überblick:
* **SF 1,00:** Für einfache Applikationen mit geringer Auslastung (z. B.
Schleifböcke in der Werkstatt mit kurzen Einsätzen).
* **SF 1,15:** Standard für hochwertige Industriemaschinen mit niedrigen bis
mittleren Belastungszyklen.
* **SF 1,25:** Für Hochproduktionsanlagen im 24/7-Dauerbetrieb (365 Tage im
Jahr), wie z. B. in der Glasproduktion oder Chemieindustrie, wo unvorher-
gesehene Stillstände extrem teuer sind.
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Ps.:
Der erhöhte Servicefaktor verhindert nicht das durchbrennen generell;
Aber, ... aber er gibt mehr Zeit, Zeit das die Sicherungsorgane und
E Motorüberwachungen die erforderliche Zeit haben,
- zu reagieren.
Verantwortlich für die Texteinstellung:
Text oben,
KI Bearbeitung und Formatierung Gemini (Google) ...2026
Text unten,
Original, Script Autor Karl Heinz Gendner ...2026
Er wartet hier, Ihre Unterlagen ... dann macht er das Angebot !Elektromotoren-Glossar-Blog Servicefaktor
Servicefaktor ist bei Elektromotoren eher kein gängiger Begriff, im Zusammenhang mit Getrieben allerdings schon. Er gibt die Belastungen an. Trotzdem ist es auch ein Thema für Elektromotoren. Ein SF1 (Servicefaktor 1) bedeutet eine Auslastung zu 100 %, ein Beispiel dazu ist die Isolationsklasse (Insl. Kl.) von 155 Grad Celsius eines Standard-E-Motors. Der E-Motor wird belastet durch eine Maschine, Anlage oder ein Gerät. Bei seinen Nenndaten, Spannung 100 % z. B. 400 V, Nennlast zum Beispiel 3 kW und dazu der Nennstrom von nnA, in der Umgebungstemperatur von 40 Grad Celsius, alles zusammen ergibt die imaginäre 100 % Belastung für den E-Motor mit 155 Grad Celsius als Thermik im Inneren. Da ist „keine Luft“ für irgendwas, was eventuell dem E-Motor mehr zusetzen könnte, es dürften nicht mal 50 Grad Celsius Umgebungstemperatur sein, anstatt 40 Grad Celsius „Normaltemperatur“.
Bei den E-Motoren-Bauern ist das bekannt, also macht man es etwas anders, damit nicht sofort bei jedem kleinen Ausnahmezustand so ein E-Motor durchbrennt. In anderen Elektromotoren-Blog-Beiträgen hatten wir schön öfters den Satz „Auslastung F nach B“ benutzt, das bedeutet, dass der E-Motor bei Nennlastdaten nur nach der Isolationsklasse „B“ (das sind 130 Grad Celsius) belastet wird, die Wicklungsklassen aber die „F“ ist, also für max. 155 Grad Celsius ausgelegt ist. Die Differenz von 155 Grad Celsius zu 130 Grad Celsius sind 25 Grad Celsius als Redundanz, es könnte so als Servicegrad 1,1 angegeben werden. 40 Grad Celsius ist die Umgebungstemperatur (Nennwert) plus 80 Grad Celsius Differenz, darf der E-Motor innen warm werden. Bleiben noch 10 Grad Celsius über – warum?? Für den Einsatz bei Schiffen werden 50 Grad Celsius Umgebungstemperatur vorgeschrieben, also lässt man gleich die E-Motoren diese Temperatur als Standard gelten. Für „gute“ Industriemotoren ist ein Delta 80 (Grad Celsius) ein guter und sinnvoller Wert und entspricht schon dem SF 1,1.
Die Differenz zur tatsächlichen Wicklungs-Temperatur-Belastung wird von einigen Möglichkeiten genutzt. Natürlich als Erstes die Redundanz für Belastungen. Als Zweites für den Einsatz in etwas höheren Umgebungstemperaturen und als Drittes, was sehr beliebt ist, als Reserve für Frequenzumrichter-Betrieb. Bei Frequenzumrichter-Betrieb sind es die Oberwellen, die für eine zusätzliche Erwärmung des E-Motor-Inneren sorgen, das wäre damit schön abgefangen. Soweit zu SF 1 und SF 1,1 oder auch als SF 1,15, je nach genauerer Auslegung. Der Sprung zu einem SF 1,25 (Servicefaktor 1,25), der ist etwas größer. Eine E-Motor-Wicklung in ISO Kl. „H“, das bedeutet 180 Grad Celsius (nach Norm), darf die E-Motor-Wicklung belastet werden und nur nach B (130 Grad Celsius) Auslastung, hätte so einen Effekt. Wird aber eher nicht gemacht. Da geht es dann eine Stufe weiter, das bedeutet eine Auslastung des E-Motors nach F (155 Grad Celsius) und die Wicklung kann 180 Grad Celsius bei einer Umgebungstemperatur von max. 40 Grad Celsius (Schiffseinsatz 50 Grad Celsius) abhaben. Die modernen E-Motoren gehen in Tendenz nach „H“-Isolation und schon für 200 Grad Celsius ausgelegt. 200 Grad Celsius bei Auslastung nach B, ein interessanter Aspekt, es könnte einen SF 1,25 geben.
Es gibt noch andere „Wege“, die eine Redundanz von einem E-Motor erreichen, das einem SF von 1,25 entspricht. AQ Pluss Motoren zum Beispiel bietet 1,25, 1,15 und 1,0 SF an. Die stufenweise erhöhte Redundanz kann gezielt für E-Motoren angesetzt werden, die an eine spezielle Applikation angepasst werden. Ein Standard SF 1 E-Motor kann in einer Werkstatt stehen, zum Beispiel für einen Schleifbock, der nur selten und nicht immer stark ausgelastet betrieben wird. Ein SF 1,1 (SF 1,15) wird dann zum Beispiel in Maschinen eingesetzt, die in niedrigen Belastungszyklen gefahren werden, da ist ein Ausfall wegen der Belastungsgrenze eher überflüssig. Dann kommen noch die hochredundanten E-Motoren mit einem SF von 1,25. Deren Einsatzbereich ist die Hochproduktion, das bedeutet, Maschinen, die eine hohe Auslastung haben und dazu noch möglichst nicht ausfallen „dürfen“, sollten (oder müssten) mit solchen E-Motoren bestückt sein. Es gibt zum Beispiel Maschinen für die Glasproduktion, da geht es zum einen heiß her und zum anderen haben wir einen Durchlaufbetrieb von 24 Stunden in 365 Tagen. Die Maschine wird einmal im Jahr abgeschaltet, dann überholt und danach muss sie dann wieder 365 Tage 24 Stunden reibungslos laufen. Ein optimaler Anwendungsfall von einem SF 1,25 optimierten E-Motor.
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